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   Wir möchten Menschen 
in 
   sorgenvollen
Lebenslagen
   begleiten und stärken - ob bei
   einer 
Behinderung, nach einem
   Unfall, in der Schuldenfalle
   oder in einer 
Familienkrise.

   
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Aktuelles
   18. April bis 4. Oktober 2017
   "Viele kleine Hände" -
    Ausstellung der Frühförderung im    
    Kirchgemeindehaus Burgstädt
   6. Juni bis 31. August 2017
   Kunstausstellung in der Kreativscheune
   in Königsfeld im Rahmen von
  "20 Jahre Haus Bethanien"
   26. Aug. 2017 Vater-Kind-Workshop
                          Bogenschießen in Seelitz
   ab 22. Sep. 2017 Kinder-Holzwerkstatt im
                            Ev. Kindergarten in Burgstädt
  ab 2. Nov. 2017  Klang-Werkstatt im
                          Eltern-Kind-Zentrum Mittweida
 
Mitarbeiter gesucht
Mitarbeiter/in in der Schulintegration
 für die Mobile Behindertenberatung
Erzieher/in, Heilpädagoge/in,  Heilerziehungspfleger/in
 bzw. Sozialpädagoge/in

 für die Kindertagesstätte Frankenberg
Pädagogische Fachkraft für die
  Betreuung unbegleiteter minderj. Flüchtlinge
Bundesfreiwilligendienst /  
  Freiwilliges Soziales Jahr:

 Wir bieten mehrere Stellen im BFD und FSJ  an. Bewerber können sich im "Haus der  Diakonie" melden, Telefon 03737 / 4931-0.



Malen ist
Hobby und Hilfe


Kunstausstellung von
Menschen mit Behinderung
in Königsfeld bei Rochlitz

Sein linker Arm liegt regungslos auf seinem Oberschenkel. Sitzend vor seiner Staffelei zeichnet er mit der rechten Hand gelb-grüne Felder und braune Fachwerkhäuser. Das Malen ist für Wolfgang Jentzsch Hobby und Hilfe zugleich. Vor 19 Jahren hatte er einen Schlaganfall, ist seitdem halbseitig gelähmt und wohnt im Haus Bethanien in Königsfeld. Die Wohnstätte für Menschen mit geistiger Behinderung feiert in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass haben Mitarbeiter und Bewohner in der Kreativscheune nebenan eine Ausstellung eröffnet mit Bildern und Kunstwerken aus Ton, die eigenhändig von Wolfgang Jentzsch und anderen Bewohnern gestaltet wurden.

Wolfgang Jentzsch ist stolz auf seine ausgestellten Werke. Das Malen bereichert seine Freizeitgestaltung sowie seine körperlichen Fähigkeiten. Nach seinem Schlaganfall nimmt er seine linke Körperhälfte nicht mehr wahr, ist bettlägerig und kann nicht mehr laufen. Auch die linke Seite seiner Umwelt scheint er nicht zu bemerken. Seine ersten Zeichnungen bleiben auf der linken Seite weiß. Mit der Zeit weitet sich die Kunst aus über das gesamte Blatt - zunächst nur blass, dann farbenintensiver. Und auch sonst kommt wieder mehr Lebendigkeit in seine linke Körperhälfte. Wolfgang Jentzsch wagt es, einige Schritte auf den eigenen Beinen zu stehen und zu gehen. Ein Ansporn ist zum Beispiel der monatliche Ausflug ist Atelier "Lebenskunst" nach Oschatz. "Der Zugang zum Atelier ist nicht rollstuhlgeeignet", erläutert Heiko Kertzsch, Ergotherapeut im Haus Bethanien, der meist die sechs Bewohner von Königsfeld nach Oschatz begleitet. "Also kämpft sich Wolfgang Jentzsch mit seinem Hirtenstab die 18 Stufen hinauf zur Künstlerwerkstatt und nach anderthalb Stunden kreativen Schaffens auch wieder hinunter."

Die Mühe lohnt sich und die entstandenen Kunstwerke können sich sehen lassen. Die Ausstellung in der Kreativscheune des Haus Bethanien, Schulstraße 17 in Königsfeld läuft noch bis Ende August 2017 und ist zu folgenden Zeiten geöffnet: sonntags von 14 bis 17 Uhr, montags von 15 bis 18 Uhr sowie dienstags von 10 bis 14 Uhr. Einige der Gemälde können ersteigert werden.

Weitere Informationen erhalten Sie im Haus Bethanien: Telefon 03737 /  4944-0.


Vater-Kind-Workshop im Bogenschießen in Seelitz

Eine ruhige Hand, die richtige Körperspannung und Konzentration aufs Ziel: Bei einem Workshop lernen Väter mit ihren Kindern die Grundlagen des Bogenschießens kennen und anwenden. Veranstaltet wird dieser Aktionstag am 26. August 2017 von 9 bis 16 Uhr im Begegnungszentrum Seelitz. Die Teilnehmer werden sicher nach kurzer Zeit "ins Schwarze" treffen. Neben dem Zielen geht es vor allem auch um das gemeinsame Erlebnis: "Fortschritte beim Anderen verfolgen und sich gemeinsam über Erfolge freuen - das verbindet und stärkt die Beziehung zwischen Vätern und ihren Kindern", sagt Kirchenbezirkssozialarbeiter Uwe Rosinski. Die Kosten betragen pro Vater-Kind-Team inklusive Verpflegung 18 Euro.

Weitere Informationen und Anmeldungen bitte unter Telefon 03737 / 770290.



"Überschuldete brauchen starke Beratung"

Bundesweite Aktionswoche der Schuldnerberatung

"Wer Schulden hat, gerät oft in eine Spirale mit diversen Baustellen", sagt Janet Viehweger von der Schuldner- und Insolvenzberatungsstelle. Meist seien die Geldsorgen verknüpft mit psychischen Erkrankungen, familiären Spannungen wie Scheidungssituationen und juristischen Unklarheiten. Unter dem Thema "Überschuldete brauchen starke Beratung" lief Ende Juni 2017 die bundesweite Aktionswoche der Schuldnerberatung.
Eine intensive und vertrauensvolle Beratung benötigte auch Anette * . Denn nach all den Rückschlägen in ihrem Leben fiel es der Endfünfzigerin sehr schwer, sich anderen Menschen anzuvertrauen. Inzwischen ist sie dankbar für den Einsatz der Schuldnerberaterin: "Frau Viehweger ist hartnäckig und exakt. Sie schöpft alle Möglichkeiten aus und wenn sie etwas nicht weiß, macht sie sich kundig. In meinem Fall hat sie eine Rechtsanwältin hinzugezogen."
Anette ist kein Einzelfall. Rund 6,8 Millionen Menschen in Deutschland sind überschuldet. Lediglich ein Zehntel, rund 650.000 Menschen suchen Rat bei einer der  1.400 Schuldner- und Insolvenzberatungsstellen in Deutschland. Hauptursachsen für die Überschuldung seien Arbeitslosigkeit, längerfristiges Niedrigeinkommen, gesundheitliche Probleme, Trennung oder Tod des Partners.
Schuldnerberaterin Janet Viehweger unterstützte Anette beim Erstellen einer Gläubiger- und Forderungsübersicht bis hin zur Beantragung des Insolvenzverfahrens. Durch diese Schritte schöpfte Anette neue Hoffnung. "Nach der gemeisterten Hürde mit den Insolvenzantrag bekam ich neuen Elan und Kraft, meine kleine Wohnung zu renovieren." Ihr sehnlichster Wunsch ist es, als Rentnerin schuldenfrei zu sein. Zwischenzeitlich ist das Insolvenzverfahren eröffnet, so dass dieser Traum nach Ablauf von sechs Jahren in greifbare Nähe rückt.

* Name geändert


Das Diakonische Werk Rochlitz bietet die Schuldner- und Insolvenzberatung sowohl in der Geschäftsstelle Rochlitz, Telefon 03737 / 4931 - 20, als auch in der Außenstelle Burgstädt, Telefon 03724 / 6686996, an.


Linkshänderberatung in Mittweida

"Ich komme in der Schule nicht so richtig mit", sagt der 8-jährige Noah. Seine Mutter Inga Müller ergänzt: "Noah ist ein guter Schüler, nur das Schreiben fällt ihm schwer. Die Stiftführung strengt ihn an, diese Konzentration fehlt ihm dann für den Unterrichtsstoff." Familie Müller will Noahs Händigkeit abklären und der Ursache für seine Schreibschwäche auf den Grund gehen. So kontaktieren sie Linkshänderberaterin Julia Franke im Eltern-Kind-Zentrum am Bürgerkarree in Mittweida.
Während der Therapietreffen absolviert Noah verschiedene Übungen: Er spielt Fußball, liest mit einer Pinzette Perlen auf und probiert sich im Jonglieren mit Tüchern. Schreiben und Malen darf er natürlich auch. All diese Fertigkeiten werden mit einer Videokamera aufgezeichnet und anschließend von Julia Franke ausgewertet, denn die Händigkeit lasse sich nicht schnell festmachen am Schreibverhalten.
"Jeder Mensch hat eine angeborene, dominate Gehirnhälfte", sagt die Linkshänderberaterin. Übernimmt die linke Gehirnhälfte die Führung, handelt es sich um einen Rechtshänder. Bei Linkshändern ist die rechte Gehirnhälfte dominant.  Leider laufe nicht bei jedem Kind die Entwicklung der Händigkeit problemlos. Optimaler Weise sollte mit fünf Jahren klar sein, ob das Kind ein Links- oder Rechtshänder ist. Wenn Kinder im Vorschulalter mit rechts und links malen oder ausschneiden. Wenn sie die führende Hand beim Essen mit Besteck wechseln, dann sind dies Indizien für einen Beratungsbedarf. Der Zugang zur Linkshänderberatung ist über ein ergotherapeutisches Rezept, ausgestellt vom Kinderarzt, möglich.
Noah und seine Mutter sind froh über die intensive und individuelle Art der Linkshänderberatung im Eltern-Kind-Zentrum Mittweida. "Während der Therapie wurde nicht nur Noahs Schreibschwäche thematisiert, sondern seine gesamte Entwicklung spielte mit hinein", resümiert Inga Müller.

Die Linkshänderberatung geschieht im Rahmen der Frühförderung. Die Frühförderberatungsstelle im Eltern-Kind-Zentrum Mittweida erreichen Sie unter 03727 / 996753-0.


(c) 2006 Diakonisches Werk Rochlitz e.V.